Freitag, 29. Januar 2010

Offene Türen


Wir alle haben immer wieder Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen. Manchmal wollen wir uns einfach nicht entscheiden, denn dummerweise scheinen wir Menschen die Angewohnheit zu haben, mehr auf den mit der Entscheidung verbundenen Verlust zu achten und diesem hinterher zu trauern, als eben auf das Objekt unserer Fürwahl. Dies führt wie der amerikanische Verhaltensökonom und Forscher Dan Ariely eindrucksvoll belegen konnte, zu noch viel größerem Verlust.

In einem seiner Experimente ging es darum, wie wir Entscheidungen treffen und er stelle fest, dass wir uns oft vielmehr auf das konzentrieren, was wir bei dem Treffen einer Entscheidung verlieren könnten, als auf das, was wir womöglich gewinnen. Natürlich ist es ja so: Zum Beispiel entscheidet man sich für einen Partner und schließt damit die anderen Anwärter aus. Zumindest sollte es so sein.

Das Experiment sah wie folgt aus:
Es war ein Experiment am Computer, recht simpel gestrickt. Die Probanden sahen drei Türen - Rot, Grün, Blau. Auf eine davon durften sie klicken, dann öffnete sich ein Raum mit drei weiteren Türen. Wieder Rot, Grün, Blau. In jedem dieser Räume lag etwas Geld in unterschiedlicher Höhe. Es galt also jene Tür zu finden, hinter denen besonders viel Geld lag, um so seinen Gewinn zu maximieren. Dazu blieben den Probanden insgesamt je 100 Klicks.
Vordergründig ging es also darum, eine Entscheidungsstrategie zu entwickeln, ein System zu entedecken, um so mit seinen begrenzten Optionen das meiste herauszuholen. Einfach wahllos hin und her klicken verringerte eher die Gewinnchancen.

Nun wendete Ariely einen perfiden Trick an: Falls eine bestimmte Tür zwölf Mal nicht angeklickt wurde, verschwand sie einfach. Effekt: Sobald die Teilnehmer die Funktion bemerkten, begannen sie wild umher zu klicken, um ja zu vermeiden, dass sich eine Tür dauerhaft schloss. Natürlich verballerten sie dabei einen Haufen Klicks und schmälerten schließlich ihren Gewinn. Mehr noch: Hätten sie einfach weiter gemacht wie bisher (und wären ihren Entscheidungen treu geblieben), hätten sie ein Maximum erzielt.
Man könnte auch sagen: schön blöd!

Es ist also ziemlich leichtsinnig sich ein Hintertürchen aufhalten zu wollen. Ich kenne ein paar Leute, die alleine sind und keinen Partner haben, weil sie immer wieder gedacht haben, dass wenn sie sich jetzt entscheiden für das was sie haben, sie möglicherweise etwas besseres was evtl. noch kommen könnte verpassen würden. Nun ist es für sie schwieriger jemanden kennen zu lernen und der Zug ist so gut wie abgefahren. Es ist wahrscheinlich die Gier und ein Mangel an Dankbarkeit, die uns diese Angst vor dem Verlust macht.

Vielleicht sollte man sich in Zukunft fragen, ob es wirklich so viel mehr bringt, wenn man sich das nächste Mal ein paar Türen offen halten will.

Quote of the day


I love quotations because it is a joy to find thoughts one might have, beautifully expressed with much authority by someone recognized wiser than oneself. - Marlene Dietrich

Donnerstag, 28. Januar 2010

Change is comming.

...and it came!

Nachdem ich vor einigen Wochen über einen neuen Anfang geschrieben habe, kann ich schon jetzt die ersten Änderungen in meinem Leben fest stellen.

Änderungen sind nicht immer einfach. Man erfährt eine Menge über sich selbst. Einige Dinge möchte man nicht über sich selbst erfahren, aber wenn man sie dann erfahren hat, dann stellt man ziemlich schnell fest wie man sich selbst ändern kann und diese unschönen Dinge einfach weg lässt ohne das man es eigentlich merkt.

Vor etwa zwei Wochen noch hatte ich ein sehr langes und intensives Gespräch mit meinem "englischen Onkel" Mark. Ich war an einem Punkt in meinem Leben gelangt, an dem ich wusste, dass es wie bisher nicht mehr weiter gehen kann, wenn ich wirklich glücklich sein möchte. In meinem inneren war mir bewusst, dass ich etwas, ja sogar mich selbst, ändern musste. Während des Gesprächs merkte ich, wie meine Dickköpfigkeit, Angst und mein Stolz in mir hoch kamen und zu mir sagten "einige Dinge willst du nicht aufgeben, willst du nicht ändern, kannst du nicht ändern". Mir war bewusst, dass es kein leichtes Spiel sein wird, vor dem ich stand. Ich wusste nicht wo ich anfangen sollte, denn es gab so viele Dinge, die ich ändern musste und ich hatte große Angst.
Onkel Mark stellte mir nur eine Frage:" Wie isst man einen Elefanten?", die Antwort kannte ich nicht -"man isst ihn Stück für Stück!".

Jetzt zwei Wochen nach diesem Gespräch, hat sich eine Menge geändert. Ich habe einfach angefangen kleine Stücke zu ändern und auf einmal ändern sich die anderen Stücke fast von alleine. Meine Angst, Dickköpfigkeit und mein Stolz ist deutlich weniger geworden und ich bin sehr viel optimistischer und glücklicher.

Es hat sich sehr vieles zum Besseren verändert und noch habe ich einen riesen Elefanten vor mir, aber bin ich freudig gespannt auf die Änderungen, die mich in der nächsten Zeit noch erwarten werden.
Diese Erfahrung der Änderungen zeigt mir wieder einmal, warum wir eigentlich hier auf dieser Erde sind.
Unser himmlischer Vater möchte, dass wir lernen und Fortschritt machen. Dies können wir jedoch nur, wenn wir uns ihm anvertrauen und uns ändern. Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass er mich liebt und mich nicht fallen lässt.

Montag, 11. Januar 2010

Ein neuer Start.


Ein neues Jahr wird immer für einen neuen Start genutzt. Es werden neue Vorsätze und Ziele gesetzt. Ich selber habe das neue Jahr sehr ruhig begrüßt, da ich nicht ein großer Fan von großartigen Neujahrsparties und all dem Schnick-Schnack um den Jahreswechsel bin. Alle feiern gruppenzwanghaft, auch die, die nicht wirklich wollen und es wird gleich jede Feier um das Doppelte teuerer.
Nur ein paar Tage nach dem Wirbel um den neuen Kalender, feier ich meinen Geburtstag. Dies sehe ich schon eher als Grund für eine Feier des Neubeginn. Man wird älter und hofft weiser durch die Erfahrungen des vergangenden Lebensjahres geworden zu sein.
Nun bin ich 25 Jahre und ein paar Tage alt. Fühlen tue ich mich noch immer wie 20, aber es hat sich seitdem doch schon einiges geändert. Ob ich weiser bin? -Bezweifel ich, aber erfahrener auf jeden Fall.
Noch mal 25 Jahre und ich bin 50 Jahre alt, dies sehe ich als Anlass neu zubeginnen. Naja nicht komplett neu....halt einfach nur besser und mehr in dieser Zeit zu erreichen, als in den letzten 25 Jahren.
Nun quillt mein Kopf manchesmal über, denn es sprudelt nur so an Ideen, die darauf warten verwirklicht zu werden. Noch wird der Grundstein gelegt, aber ich bin mir sicher, dass es in der nächsten Zeit sehr viel spannendes und neues zu schaffen und zu lernen gibt. Ich habe eine gutes Gefühl für die nächsten 25 Jahre und schaue mit Optimismuss und großer Freude in die Zukunft.