Montag, 17. August 2009

Just do it

Just do it! Dieser schöne Spruch begleitet uns nun schon 20 Jahre in der Werbung und oft hören wir sicherlich von Freunden, wenn wir sie um Rat fragen: „Tu es einfach!“ oder „Nun fang doch einfach mal damit an!“.

Doch leider ist das nicht immer so einfach, etwas „einfach zu tun“. Das liegt daran, dass wir uns oftmals selbst mit unseren Gedanken im Weg stehen und uns dabei mehr auf unsere Gedanken und das Versuchen konzentrieren als auf das, was wir eigentlich tun wollen. Manchmal versuchen wir eine Sache so sehr, dass wir sie letztendlich gar nicht tun, weil sie uns nicht so gelingen will, wie wir es gerne hätten.

Es ist wie mit dem Erlernen einer Sprache. Wer meint, er müsse die Sprache erst vollkommen theoretisch beherrschen, bevor er sie sprechen kann, liegt vollkommen daneben. Auch wenn das Vokabular und die Grammatik noch nicht perfekt sind – einfach drauf los sprechen und gar nicht darüber nachdenken, dass man einen Akzent oder Fehler in der Aussprache hat. Dieser wird sich durch das Sprechen mit der Zeit legen und man wird bald mit Freude feststellen wie gut man die Sprache schon beherrscht.
Sicher, man braucht auch Theorie, um Sprache schlussendlich wirklich beherrschen zu können. Doch ständige Übung ist der beste Weg. Und wohl dem, der einen Muttersprachler zur Seite hat. So erlernt man die Sprache am schnellsten und am besten.

In einem bekannten Kinofilm aus den 80er Jahren gibt es ein kleines grünes Männchen, das seinem Schüler einen wichtigen Rat gibt. Ihr Raumschiff ist in einem Morast versunken und der Meister bringt seinem Schüler bei, wie er mit der Macht, die in ihm steckt, dieses Raumschiff aus dem Morast heben kann, ohne es berühren zu müssen. Der Schüler versucht es, aber es gelingt ihm nicht und er gibt schnell auf. Sein Meister gibt ihm einen weisen Rat: „Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein versuchen!“

Auch eine weltbekannte Sportmarke hat sich diesen Slogan auf die Fahne geschrieben: Just do it, denn im Sport ist es oft genauso. Man darf nicht großartig darüber nachdenken, wer der Gegner ist, was er kann und wie man vorgehen soll. Man muss es einfach tun und nicht lange darüber nachdenken, wie und was genau jetzt getan werden muss.

Ich will damit nicht sagen, dass man gedankenlos durch die Welt gehen soll. Ganz im Gegenteil. Die Dinge, die wir tun, sollten schon sinnvoll sein und zu einem Ziel führen. Ich möchte nur anregen, die Gedanken, die uns manches Mal von Entscheidungen abhalten, abzulegen. Denn wenn wir dies tun werden wir erkennen, dass viel mehr in uns steckt als wir gedacht haben.

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